18.03.2022 Tag 1

„Mein Name ist Luis de Funès, und ich begrüsse Sie im Namen der Kabinenbesatzung. Meine charmanten Kolleginnen Babette und Jeanette werden Sie jetzt mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut machen.“

Spätestens jetzt ist klar, dass ich im Flieger an die Côte d‘Azur sitze; entspannt lehne ich mich im Sitz zurück und folge dem Programm von Babette und Jeanette.

Wollen wir mal mutig sein?, frage ich mich, den Orientierungslegastheniker, oh ja, antworte ich und erwerbe ein Ticket für die neue und günstige Tram, statt mit dem teuren Taxi vom Flughafen zum Hotel nach Nizza zu fahren. Eigentlich wäre ich heute abgeholt worden und nach St Tropez gedüst; allerdings sind meine Freunde jetzt in Husum bei einer Beerdigung. Und ich nun kurzentschlossen in Nizza. Das Tram-Abenteuer glückt: ich steige nicht nur an der richtigen Station aus, ich finde sogar das Hotel.

In Nizza habe ich schon oft geurlaubt. Damit spare ich mir für das verlängerte Wochenende ein stressiges Programm, denn zu sehen gibt es viel. Ich werde mich treiben lassen und spontan entscheiden, ob ich nach St Paul de Vence fahre, ins Chagall- oder das Matisse-Museum gehe, am Hafen entlanglaufe oder mich auf den Weg zur Fondation Maeght oder zur Villa Rothschild nach Saint Jean Cap Ferrat aufmache. Ich könnte auch nach Antibes, das es höchstwahrscheinlich gar nicht gibt, denn das habe ich bisher auf keiner Reise gefunden.

Ich kann machen was ich will. Erstmal will ich an den Strand, dessen Meer dem Namen der Küste immer gerecht wird, sogar bei grauem Himmel.

Ein Gedanke zu “Logbuch Côte d‘Azur

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