Unterwegs.

Wir schreiten durch den Raum, die Füsse setzen sanft auf dem Parkett auf, die Blicke streifen über Wände, weiter durch die weit geöffneten Fenster, die Terrassentür bis in den Garten. Wir stehen im Grünen unter den Bäumen, Blätter rauschen, die Blüten des Rhododendrons fallen auf den Rasen, die Finger gleiten durch imaginären Sand, schieben die Wolken auseinander und halten den Mond, wir setzen sanft die Zehen des rechten Fusses auf, lassen die Arme steigen, wie ein Kranich, der die Flügel ausbreitet, vorsichtig auf die Hacke wechselnd, das Gewicht verlagernd, die Arme schwingen und wir fliegen, immer schneller durch den Raum, wir stehen wie ein Baum, geerdet im Boden, dessen Zweige sich anfangen zu bewegen, wir huschen wie Tiere im Wald um die stillstehenden Mitstreiter, aufmerksam, neugierig, sie spüren, dass wir da sind und bleiben ruhig, bis auch sie irgendwann in die Bewegung übergehen und Synergien eingehen, dazu erklingt eine Melodie, ein Rhythmus, dem die Bewegungen folgen.


Dreistündiger Workshop QiGong und Tanztherapie der Hamburger Krebsgesellschaft. Das mit dem Tanzen hatte ich bei der Anmeldung übersehen, aber wenn man sich drauf einlässt, ist es faszinierend.

Mein erster Event mit realen Menschen seit 1854 (circa).

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