Unterwegs.

 

‚Bist du auf der anderen Seite des Sees gewesen? Und ist dort auch wieder das Meer?“
Lucien Deprijck, „Die Inseln, auf denen ich strande“

Erster Urlaubstag. Den Vormittag verbringe ich im Pool und schwimme meine Bahnen, 30 Minuten, hin und her. Mir kommt der Gedanke, ob man das überhaupt als Sport bezeichnen kann; ich kraule nicht wie eine Olympionike sondern falle unter die Kategorie alte-Damen-mit-Kopf-über-dem-Wasser-Brustschwimmen. Aber immerhin im stylischen Doutzen Kroes I – Bikini.
Beim Schwimmen schaue ich auf den Hamburger Michel und sehe die Besucher oben auf der Platform stehen, sie sind winzig klein. Das goldene Zifferblatt der Turmuhr leuchtet in der Sonne.

Ich bestelle mir eine Rharbarberschorle (Ausnahme, es ist Urlaub!), lese etwas im mitgebrachten Buch, dann schwimme ich eine weitere halbe Stunde. Auch wenn das nicht gerade unter Leistungssport fällt, bewegen tue ich mich ja, denke ich mir, als ich nach Hause marschiere. Und heute Abend stehen noch 60 Minuten im Fitnessraum an.

Der Sport lenkt mich von den Gedanken an den Termin beim Radiologen im Krankenhaus ab, der morgen früh ist.

Nachtrag:
Vom Stepper schaue ich über die Dächer Hamburgs bis hin zur Spitze der Nicolai-Kirche. Dort bleibt mein Blick hängen, während ich vor mich hin steppe.
Morgen Abend werde ich in die Katharinenkirche gehen, zu einer Lesung mit Hannelore Hoger. Scheint meine Woche der Kirchen zu sein.

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