Unterwegs.

In recent years I’ve turned down trips abroad for these very reasons so why is it that I am about to fly all the way to America for the sake of a $12 coffee mug?
Mike Gayle, The To-Do List

Morgen ist es soweit. Ich werde den ersten Punkt, der auf meiner Bucket-List steht, umsetzen. Darauf habe ich mich seit Monaten gefreut.

Anfang April, kurz nach der Operation und ohne zu wissen, wie es gesundheitlich weitergeht, habe ich mir ein Ticket für das Konzert meiner Lieblingsband Too Many Zooz gekauft, die in einem Club auftreten, um 22:00 Uhr, einer Dienstagnacht, in Berlin, im August. Die Band spielt sonst am Union Square in New York in der U-Bahn-Station, und auch dorthin hätte ich die Reise angetreten, um sie einmal live zu sehen.

Der Besuch des Konzerts ist nicht nur der erste Punkt auf meiner Bucket-List, sondern war Anfang April auch meine Zielsetzung: bis zum 8. August bin ich wieder gesund. Ich werde mitten in der Woche nach Berlin fahren und nachts in ein – höchstwahrscheinlich wildes – Konzert gehen. Ich werde vor der Bühne stehen. Ich werde lachen. Ich werde tanzen. Ich werde Spaß haben. Ich werde leben.

Eben trifft mein Schwerbehindertenausweis ein. Auf dem Foto lache ich mir entgegen und sehe fit und fröhlich aus.  Noch habe ich mich nicht mit dem Begriff „schwerbehindert“ angefreundet. Vielleicht werde ich das auch nie tun. Und vielleicht ist das auch egal. Für die morgige Nacht sowieso.

5 Gedanken zu “07.08.2017

  1. ich bin auch froh, dass man es nicht sieht (zumindestens nicht bei den gängigen Bewegungsabläufen) 🙂 – bei den Dehnübungen vor der Meditation sieht das jetzt bei mir anders aus als bei meinem Lehrer,da bin ich schon eingeschränkt – aber ist nicht sooo schlimm 😉

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  2. Du hast vollkommen recht, feier‘ dich und das Leben, Feste gehören gefeiert, wie sie fallen, schlafen können wir wenn wir tot sind … 😉 (Ich hab auch ein paar Konzertkarten für November im Kasten, bis dahin kann ich auch wieder in der ersten Reihe tanzen)!

    Und das mit dem »Schwerbehindert«, das ist ja nur ein Begriff. Für unsere Gesellschaft, zur Einordnung. Wichtig ist, was er für dich bedeutet – beziehungsweise was nicht. Oder ob es nur Mittel zum Zweck ist, die Unkosten etwas vergütet zu bekommen! 😉

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