Im radiologischen Zentrum.

Es sei die Dolmetscherin der russischen Privatpatientin am Telefon, eine sehr spezielle Person und nicht einverstanden mit dem MRT-Termin, so die Rezeptionistin, als sie diese an den Arzt durchstellt. Der Patient vor mir in der Reihe sagt der Rezeptionistin, er sei auch Privatpatient und auch speziell – er könne die Uhrzeit seines nächsten Termins auf dem Infozettel nicht entziffern. Ich sei kein Privatpatient, beginne ich, als ich dran bin. Aber auch sehr speziell, Frau xy, antwortet die Rezeptionistin schlagfertig. Ich bin beeindruckt, dass sie nach sechs Wochen tatsächlich meinen komplizierten Namen weiß, bei den Hunderten Patienten, die hier täglich eintreffen. Das sage ich ihr. Sie grinst, ich sei der einzige weibliche Patient an diesem Morgen im Kalender, den sie sich schon angeschaut hatte.

Die Strahlenärztin strahlt, sie sei sehr zufrieden mit dem Zustand der bestrahlten Haut, glatt, weich, keine Verhärtungen, bis auf die Narbengegenden, die sich aber noch verbessern werden, so lange seien Operation und Bestrahlung noch nicht her. Sie kann mich auch beruhigen, als ich ihr von der schwarzweiß-Aufnahme meiner Rippen erzähle, die ich auf dem screen bei der Bestrahlung gesehen und auf dem ich weiße Punkte und Wölkchen ausgemacht hatte. Keine Metastasen sondern die Lunge, erklärt sie, und wir gucken uns auf ihrem Bildschirm alle Aufnahmen an, während sie erklärt. In einem Jahr könne ich wiederkommen, sie halte gern Kontakt.
Eine Krankschreibung, die ich ab heute brauche, dürfe sie leider nicht ausstellen, das könne nur der Hausarzt oder der behandelnde Arzt.
Das war nicht geplant.

Ich wandere zum Hafen runter, nehme die Fähre Richtung Heimat und Hausarzt und betrete die Praxis. Sie ist voll. Ich bräuchte ab heute eine Krankschreibung, aber hätte leider keinen Termin, sage ich. Es ist 11:OO Uhr, um 12:00 Uhr ist Feierabend, das habe ich schon auf dem Eingangsschild gesehen. Setzen Sie sich, sie kommen gleich dran, antwortet die Arzthelferin, und tatsächlich werde ich fünf Minuten später aufgerufen.

Frau Dr. S. freut sich, mich zu sehen, sie hätte gestern schon meine Arztbriefe vom Krankenhaus, der Radiologie und dem Humangenetiker gesehen, die ich per email gesendet hatte. Gut sehe ich aus, und das sei nicht selbstverständlich. Kurz denke ich an Prof. Dr. M., der damals dasselbe feststellte und an meine Mit-Patienten in der Reha. Es ist nicht selbstverständlich.

Sie stellt mir die benötigte Krankschreibung aus und weist darauf hin, dass ich aus ihrer Sicht sehr früh wieder ins Berufsleben starten möchte. Ich könne jederzeit die stufenweise Wiedereingliederung abbrechen, wenn der Zeitplan nicht passt. Und schlägt vor, ich solle auf alle Fälle im September drei Wochen Urlaub nehmen, Urlaubstage müsste ich jetzt ja genug haben. Die Idee gefällt mir.
Eine Überweisung zur Darmspiegelung – die Humangenetiker hatten bei der Untersuchung im März ein defektes Gen ausgemacht – bekomme ich auch, genauso wie ihren Vorschlag, wie wir mit der avisierten Schilddrüsen-OP weiter verfahren. Im Herbst. Vorher gehen wir das Thema nicht an.

Draußen scheint die Sonne, die Elbe glitzert. Alles ist gut.

9 Gedanken zu “14.07.2017

  1. It has me very much based, man is human whether private vn or legal, so we are almost a commodity bond we paid more comes before..,. Love God see everything and I offer before you every day. All the best and everything will be. Serve days Book is a book ripe, laughing at the sun, she is in front of us every day in readiness and free (*L*) (*L*)

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