Im Sanatorium. Tag 26
Es gebe Manager, die erleichtert seien, wenn sie einen schweren Autounfall hatten. Endlich loslassen können, endlich keine Verantwortung mehr tragen, endlich die ganze Arbeit hinter sich lassen, sagt Frau Z. bei unserem dritten Gespräch. Sie sieht mich forschend an; sie weiß, dass sie mich ertappt hat.

Im vierten Gespräch komme ich auf ihre Äusserung zurück. Ich gestehe ihr – und damit auch mir -, dass ich mehr als einmal im Büro vor dem PC gesessen und mir eine Krankheit gewünscht habe (kleines Burnout oder ähnliches), eine Krankheit, die mir zu einer Pause verhilft. Dann kam der Krebs und mit ihm die Pause.

Rückblickend ist es erschütternd einzugestehen, dass ich mir eine Krankheit gewünscht habe, um nicht mehr arbeiten zu müssen, das zeigt den hohen Grad meiner Verzeiflung. Erschütternd, weil ich mich mag und gut mit mir klarkomme. Man wünscht niemandem eine Krankheit, erst recht niemandem, den man mag.

Es wird nicht wieder passieren, dass ich mir eine Krankheit wünsche – auch wenn ich nicht denke, dass ich Krebs auf Wunsch bekommen habe und mir auch keine Vorwürfe wegen meiner Gedanken mache. Frau Z. und ich sind gut aufgestellt: positiv, strukturiert und lösungs- und zukunftsorientiert. Wir haben Lösungen erarbeitet, die aus vielen und ganz unterschiedlichen Gedankengängen entstanden sind.

Ich brauche nicht mehr krank werden.

9 Gedanken zu “10.07.2017

    1. It is to my delight to end everything in the right direction
      And roe deer is a must and so again everything as before that has made me very happy again all the best in the deer time. It is true an experience and one should always make it better, it is new born hope that one should protect. Great, L. g of mine.

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    1. bis auf die Ernährungslage gefällt es mir sehr gut! Die Fatigue ist ziemlich weg, und ich setze Bauchmuskeln an vom vielen Sport – mache auch immer einiges on top, bringt mir total Spaß. Das werde ich in der realen Welt beibehalten. 🙂

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