Zuhause.

Wir riefen den Deutschen zu, sie sollten kommen und ihre Verwundeten holen. (…) Daraufhin kam ein Soldat, der das Eiserne Kreuz trug, mutig auf unseren Drahtverhau zu, um einem Verwundeten zu helfen. Ein weiterer folgte ihm, und unter unseren Beifallsrufen trugen sie ihren Kameraden gemeinsam fort. Doch zuvor salutierte der Erste noch und sagte: „Danke, Gentlemen, alle miteinander. Ganz herzlichen Dank. Guten Tag“.
Richard van Emden, Mit dem Feind leben

Es ist früh am Morgen, ich liege im Bett und beobachte die Sonnenstrahlen, die sich durch den Raum bewegen; die weiße Zimmerdecke leuchtet in einem warmen Gelbton, die grauen Wände werden von hellen Streifen durchzogen, die Kristalle am Kronleuchter fangen an, in Regenbogenfarben zu blitzen.
Eine Möwe zieht kreischend ihre Runden über der Elbe, ich höre ihr zu. Ich höre auch in mich hinein, spüre mich langsam und regelmässig atmen, mein Herz klopfen, und ich spüre Dankbarkeit. Dankbarkeit, dass die Tumore nicht mehr in mir sind und dass ich hier liege und atme.  Und am Leben bin.

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