Unterwegs.

Die Sonne schien, da sie keine andere Wahl hatte, auf nichts Neues.
Samuel Beckett, Warten auf Godot

Im Briefkasten Post vom Humangenetiker, die ich auf dem Weg nach draußen mitnehme. Ich öffne den Brief an der Bushaltestelle, die Blätter flattern im Wind. Der Brief beinhaltet eine Zusammenfassung unseres Gesprächs, ein Hinweis, wenig tierische Fette zu essen dafür aber Obst und Gemüse, Alkohol zu reduzieren und Sport zu treiben und den Vermerk, man habe eine Untersuchung der Gene BRCA1 und BRCA2 veranlasst. Die Untersuchung dauere zwei Wochen.

Wenn man keine präzisen Ratschläge geben kann, gibt es allgemeine Sport- und Ernährungstipps, und zwar dieselben für alle Lebenslagen; mir erscheint das hilflos, ich mache Sport, ich trinke selten Alkohol und ernähre mich nicht von Dosen- oder Tiefkühlkost.

Nachts wache ich auf und beschließe, dass ich keine weiteren zwei Wochen warten möchte: ich warte auf meine beiden Termine am Montag beim Internisten und im Krankenhaus, aber dann erwarte ich Aktionen.

Warten war noch nie meine Stärke.

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